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Das I’tikaf

Das I'tikaf

Unser geliebter Imam, Hadhrat Khalifa-tul-Massih VABA sagte:

„In den letzten zehn Tagen (im Monat Ramadhan) wendet Gott sich, noch mehr als sonst, Seinen Dienern zu, offenbart noch verstärkter die Erhörung von Gebeten… wenn wir also reine Veränderungen in uns hervorrufend, mit Aufrichtigkeit in diesen Tagen uns vor Gott niederwerfen, dann ist es nicht unwahrscheinlich, dass diese Nächte, oder sogar nur eine einzige dieser Nächte in uns eine revolutionäre Veränderung herbeiführt, uns zu wahren Dienern Gottes macht, unser Dies- und Jenseits mit Erfolg gesegnet wird und wir den Sinn unseres Daseins erkennen. So sind nur noch diese wenigen Tage übrig, um die Niveaus unserer Gottesdienste zu erhöhen. Und diese Tage sollte man mit Gebeten verbringen. Man sollte beten, dass Allah uns sowohl von der Hölle der Begierden dieser Welt erlöst, als auch unsere Gebete erhört, unsere Sünden vergibt und Sein Wohlgefallen gewährt.“ 

[Freitagsansprache 10.Juli 2015]

Was heißt I'tikaf?

Wörtlich übersetzt bedeutet das Wort I’tikaf: für eine bestimmte Zeit, sich an einem Ort zurückziehen.

In der islamischen Terminologie bedeutet I’tikaf, dass man sich für mehrere Tage, mit der Absicht zur Andacht Gottes, zurückzieht und dabei fastet.

Der Heilige ProphetSAW zog sich immer in den letzten zehn Tagen im Monat Ramadhan für das I´tikaf in die Moschee zurück. In seinem letzten Lebensjahr verbrachte Er sogar 20 Tage im I’tikaf. 

Gibt es das I'tikaf auch in anderen Religionen?

Auch in anderen Religionen findet man die Vorstellung des I’tikaf. So finden wir Beispiele von früheren Propheten, die sich für eine gewisse Zeit zurückzogen, um ausschließlich Gottesdienste zu verrichten. Im Heiligen Quran heißt es über Hadhrat AbrahamAS und Hadhrat IsmaelAS etwa: „Und wir geboten Abraham und Ismael: Reinigt mein Haus für die, die (es) umwandeln, und die in Andacht verweilen (I’tikaf vollziehen) und die sich beugen und niederfallen (im Gebet).“ (Sure al-Baqarah: Vers 126) 

Wann beginnt man mit dem I'tikaf?

Das I’tikaf sollte ab dem Fajr-Gebet des 20. Ramadhan begonnen werden und endet mit dem Sonnenuntergang bzw. dem Fastenbrechen am letzten Ramadhan-Tag. Der Heilige ProphetSAW pflegte es, sich nach dem Fajr-Gebet des 20. Ramadhan zum I’tikaf in die Moschee zu begeben. 

Die Wichtigkeit und Segnungen des I'tikaf

Der Heilige Prophet MuhammadSAW sagte bezüglich der Wichtigkeit und der Auszeichnung des I’tikaf: „Wenn eine Person einen Tag lang das I’tikaf einhält, um das Wohlgefallen Allahs zu erlangen, so setzt Allah zwischen diese Person und der Hölle drei solche Gräben, die jeweils größer sind als der Abstand zwischen dem Osten und dem Westen.“

Hadhrat Ibn-e-AbbasRA berichtet, dass der Heilige Prophet Muhammed über des I’tikaf-Sitzenden sagte: „Der Mu’takif bleibt wegen dem I’tikaf vor jeglicher Sünde sicher. Er erhält die Segnungen für die guten Taten, die er vor seinem I’tikaf getan hatte, auch während des I’tikaf, als ob er sie gerade tun würde.“

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